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Orientierungsphase

In der Orientierungsphase erhalten alle Community-Mitglieder eine Einführung in die zentralen Grundsätze der Freiform. Gemeinsam setzen wir uns mit Selbstorganisation, Kooperation und Digitalisierung auseinander und machen die Prinzipien der Freiform innerhalb der Community erlebbar.

Ermöglichungsraum

Im Ermöglichungsraum bearbeiten und gestalten die Community-Mitglieder situationsbezogene Fragestellungen und Themenbereiche der Sozialen Arbeit aktiv, selbstorganisiert und interessengeleitet. Wir begegnen uns auf analoger und digitaler Ebene und lernen kooperativ voneinander. Den Ermöglichungsraum können wir nach unserem Bedarf verändern und die Angebote laufend anpassen.

Bündnisse

Die Community-Mitglieder schliessen sich in Bündnissen zusammen, in welchen sie Fragestellungen Sozialer Arbeit vertiefen und gestaltend nach Antworten suchen. Innerhalb der Bündnisse handeln wir aus, welche Inhalte in welcher Form von wem mit welchen Methoden und mit welchen Ressourcen prozessorientiert umgesetzt werden. Je nachdem, wie viele Perspektiven in einem Bündnis vertreten sind, sprechen wir von «Einform» «Zweiform», oder «Dreiform». Letztere beschreibt die bevorzugte trialogische Bündnisform, in der Fachpersonen aus der Praxis, Studierende und Mitarbeitende der Hochschule gleichberechtigt und direkt zusammenarbeiten.

Rhythmen

Verlässliche Rhythmen schaffen im Ermöglichungsraum eine dynamische Struktur. Die Community-Mitglieder erhalten damit wichtige Orientierungspunkte im ansonsten offen angelegten Ermöglichungsraum. Jeder Rhythmus wird im Trialog organisiert und für alle angeboten.

Forschungswerkstatt

Erfahrene Forscher*innen sowie Fachpersonen aus der Praxis und Studierende arbeiten gemeinsam und dialogisch an Forschungsfragen. Die Inhalte werden gemeinsam durch die jeweiligen Anliegen, das Interesse, die Fragestellungen, das Material sowie die Aktivitäten der Teilnehmer*innen konkretisiert und prozessorientiert umgesetzt. Die Mitwirkenden interpretieren, diskutieren, stellen weiterführende Fragen, entwerfen Handlungsalternativen und würdigen die Arbeiten und Ergebnisse der Teilnehmenden.

Rhythmus: Während Semester, Mittwochvormittag, alle 14 Tage, ungerade Wochen
Organisation: im Trialog
Verantwortung: Mitarbeitende der Hochschule

Fallwerkstatt

Fachpersonen aus der Praxis bereiten aufgrund ihres Feldzuganges Material aus verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit für die kasuistische Bearbeitungen auf und stellen sie für die Fallwerkstatt zur Verfügung. Aufgrund der Offenheit der Community können auch grundsätzlich interessierte Organisationen und Praxispersonen Fälle einbringen. Innerhalb der Fallwerkstatt arbeiten Praxisvertreter*innen, Dozierende und Einsteiger*innen gemeinsam und dialogisch am Fallmaterial. Dies ermöglicht den Beteiligten verschiedene Wissensformen anhand von Fällen aus verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit miteinander in Beziehung zu setzen.

Rhythmus: Während Semester, Mittwochvormittag, alle 14 Tage, gerade Wochen
Organisation: im Trialog
Verantwortung: Fachpersonen aus der Praxis

Marktplatz

Am lebendige Dreh- und Angelpunkt der Freiform treffen sich die Community-Mitglieder regelmässig. Wir setzten uns kritisch mit unserer eigenen Mitarbeit, sowie den unterschiedlichen Angeboten als auch der Freiform an sich auseinander. Im Sinne eines fortlaufenden Gestaltungsprozesses fliessen diese Erfahrungen in die Weiterentwicklung der Pilotstudienform ein. Hier kann auch das analoge Matching für die Bündnisse stattfinden: Wer interessiert sich für welche Ausschreibung? Wer arbeitet konkret in welchem Experiment mit?

Gleichzeitig bleibt der Marktplatz grundsätzlich offen für alle interessierten Personen. Daraus können sich neue Kooperationen und Formen der Mitarbeit entwickeln. Wir tauschen uns über die Freiform aus und generieren über die Bündnisse und Angebote hinaus potenzielle Lösungsmöglichkeiten für die Herausforderungen und Weiterentwicklungen in der Pilotphase der Freiform.

Rhythmus: einmal im Monat mittwochs 15.30–18.00 Uhr
Organisation: Community
Termine: Marktplatz-Termine 2019

Kritischer Impuls

Der Kritische Impuls ist ein Diskursraum, der aktuelle sozialpolitische und auch gesellschaftskritische Themen fokussiert und die Soziale Arbeit in ihrem gesellschaftlichen Bezugsrahmen reflektiert. Die Themenwahl entsteht aus den Interessen der Community-Mitglieder heraus. In einem offenen Format, das auch gezielt Personen ausserhalb der Community adressiert, treffen sich interessierte Studierende, Lehrende, Forschende, Praxisfachpersonen zur Bearbeitung von aktuellen Themen, mit denen sich die Soziale Arbeit beschäftigt oder sich vermehrt beschäftigen könnte. Die Ergebnisse werden idealerweise in einen erweiterten öffentlichen Diskurs eingebracht.

Rhythmus: bis zu 4 x jährlich
Organisation: im Trialog
Verantwortung: Studierende

Jahresworkshop

In Form eines mehrtätigen Treffens arbeiten wir einerseits intensiv und themenspezifisch als Community zusammen, andererseits diskutieren und handeln wir auch Fragen der Selbststeuerung der Community mit allen Mitwirkenden aus.

Rhythmus: 1 x jährlich
Organisation: Community

Digitale Agora

Die Digitale Agora ist der zentrale digitale Versammlungs- und Markplatz für die Freiform. Die Plattform bietet Raum, unsere Ideen und Anliegen zu platzieren um sie dann gemeinsam zu bearbeiten und weiterzuverfolgen. Wir nutzen sie als digitale Ergänzung und Erweiterung des analogen Marktplatzes. Hier können wir uns austauschen und uns zu Arbeitsbündnissen zusammenfinden.

Wissenspool

Als Community-Mitglieder wollen wir uns Wissen selbstorganisiert aneignen und erschliessen. Im Wissenspool finden wir unterstützende Informationen: Einerseits diverse Bildungsmaterialien, die verschiedene Lernwege anbieten und andererseits Expert*innen aus verschiedenen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit, aus Wissenschaft und Forschung, die als Ansprechpersonen für bestimmte Wissensbereiche für Community-Mitglieder zur Verfügung stehen können.

Portfolio-Prozess

Der Portfolio-Prozess ist für Studierende in der Freiform zentral. Er dient der Dokumentation und Reflexion der Kompetenzentwicklung im Studienprozess. Für die Dokumentation des Kompetenzentwicklungsprozesses können vielfältige, kreative Ausdrucksformen eingesetzt werden.

Studierende werden bei ihrem individuellen Portfolio-Prozess von einem Co-Coaching Team begleitet. Das besteht jeweils aus einer Fachperson aus der Hochschule und einer Fachperson aus der Praxis, welche den Studierenden Orientierung anbieten und Feedback zur Kompetenzentwicklung geben. So entsteht ein Trialog zwischen Studierenden, dem Coach aus der Praxis und dem Coach aus der Hochschule. Für das Anlegen eines Portfolios werden im Trialog gemeinsam Ziele und Kriterien formuliert. Diese helfen bei der Arbeit am Portfolio und der Auswahl und Zusammenstellung der Dokumente. Zusätzlich steht allen Studierenden ein Tutor, eine Tutorin aus einem höheren Semester unterstützend zur Seite.

Trialog

Der Trialog ist ein Grundprinzip in der Freiform. Seine Bedeutung liegt im Dialog von Personen aus den drei Perspektiven Praxis, Wissenschaft und Studium. Mit dem Trialog fördern wir den Wissensaustausch sowie neue Kooperationsformen zwischen Hochschule und Praxis. Der Trialog findet in vielfältigen Formen statt: Im Portfolio zwischen den Studierenden und den Co-Coaches, in den Dreiform-Bündnissen wie auch in den Rhythmen.

Lernwirksames Feedback

Das lernwirksame Feedback ist eine zentrale Methode für die Kompetenzentwicklung in der Freiform. Die Zusammenarbeit in der Freiform basiert auf Erfahrungs- und Wissensaustausch. Alle Community-Mitglieder verstehen sich als Lernende und lernen voneinander. Sie geben einander Rückmeldungen, um Denken und Handeln zu erweitern. Daraus ergibt sich der Bedarf nach lernwirksamem Feedback. Dieses kann in der Freiform grundsätzlich immer und überall – auch informell – stattfinden.

Nachweise

Innerhalb der Freiform gibt es für die Studierenden vier Nachweise: die Praxisphase, die Fallarbeit, die Bachelor-Thesis und das Portfolio.

Für die Nachweise werden keine Noten erteilt. Ob die am Kompetenzprofil der Hochschule orientierten Kriterien im Kontext des Nachweises als erfüllt oder nicht erfüllt bewertet werden, entscheiden Studierende und Coaches im Trialog im Konsentverfahren. Die Kriterien werden zu Beginn des Nachweises im Trialog festgelegt und ermöglichen eine individuelle Schwerpunktsetzung und Profilbildung der Studierenden im Rahmen des Kompetenzprofils des Bachelors. Wird ein Nachweis mit nicht erfüllt bewertet, müssen die entsprechenden Kompetenzen weiterentwickelt werden.

Die Studierenden erhalten ihren Bachelor of Arts FHNW in Sozialer Arbeit, wenn sie die vorgegebene Professionskompetenz gemäss Kompetenzprofil der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW für die Bachelorstufe erlangt haben.

Praxisphase

Studierende weisen nach, dass sie in einem Handlungsfeld der Sozialen Arbeit gemeinsam mit Adressat*innen professionelle Interaktionsprozesse gestalten können. Dafür müssen sie eine studentische Arbeitsleistung von mindestens 750 Stunden erbringen. Diese Stundenanzahl kann unter Berücksichtigung einer fachlichen Begründung und der Nachhaltigkeit für die Praxisphase in zeitlicher Abfolge und Intensität sehr unterschiedlich erbracht werden. Praxisphasen können ähnlich wie im aktuellen Bachelor gestaltet oder neu in experimenteller und erprobender Form gedacht werden.

Fallarbeit

Studierende weisen mit einer methodisch und theoretisch begründeten und dokumentierten schriftlichen Fallarbeit nach, dass sie auf der Grundlage eines ausgewählten, spezifischen Falls aus der Praxis der Sozialen Arbeit die methodischen Prozessschritte – von der Analyse bis zur Evaluation – professionell bearbeiten können.

Bachelor-Thesis

Studierende weisen nach, dass sie selbstständig eine Fragestellung der Sozialen Arbeit unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Kriterien bearbeiten können. Als Rahmen dienen die Grundlagen aus dem regulären Bachelor.

Portfolio

Mit dem abschliessenden Portfolio weisen die Studierenden die «Sättigung» im Kompetenzentwicklungsprozess für den Bildungsabschluss Bachelor in Sozialer Arbeit nach. Im Portfolio-Prozess fliessen die Erfahrungen, das Wissen und die Lernwirksamen Feedbacks der Studierenden zusammen und werden im Portfolio in Bezug auf das Kompetenzprofil (selbst-)reflexiv dargestellt. Diese Auseinandersetzung bietet die Grundlage für den Nachweis der Professionskompetenz.

Die Studierenden zeigen, dass und wie sie die erforderliche Professionskompetenz und ihr spezifisches Profil als Fachperson der Sozialen Arbeit entwickelt haben. Die Wahl von Ausschnitt und Form der Darstellung ihres Portfolios steht den Studierenden frei. Der Nachweis wird in einem Gremium erbracht, welches sich aus den bisherigen Co-Coaches aus dem Portfolio-Prozess sowie zwei weiteren Coaching-Personen aus der Community, der Studentin, dem Studenten und bei Bedarf dem Tutor, der Tutorin zusammensetzt.

Studienform

Kooperativ, selbstorganisiert und digital.