Roger Gafner

ist Soziokultureller Animator bei terre des hommes schweiz und Freiform-Pilot. Er engagiert sich von Beginn an in der Community und wirkt an der konzeptionellen Ausgestaltung der Freiform mit. Seine Motivation, bei der Freiform dabei zu sein, formuliert er so: «Raum und Zeit, neue Möglichkeiten zu schaffen und zu erfahren.»

Marijke Kuipers

ist Sozialpädagogin im Töpferhaus und Freiform-Pilotin. Sie ist selbst ehemalige Studentin der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW und engagiert sich nun als Fachperson aus der Praxis in der experimentellen Entwicklung der neuen Studienform. Sie sieht dies als Chance, Neues und Unbekanntes auszuprobieren, zu experimentieren, sowie «Scheitern» gesellschaftsfähiger zu machen.

Fachpersonen aus der Praxis

Engagement als Organisation

Organisationen unterstützen das Pilotprojekt als feste Kooperationspartner*innen und tragen und entwickeln die Freiform mit. Sie bringen aktuelle Fälle aus Ihrer Praxis ein, tragen die Verantwortung für die Fallwerkstatt, steuern die Community mit und machen Angebote auf der Digitalen Agora für Bündnisse. Optional können Sie für Studierende auch eine Praxisphase in ihrer Organisation anbieten. Darüber hinaus können Sie einen Coach für das Portfolio aus Ihrer Organisation stellen wie auch weitere Engagements übernehmen.

Für die Mitarbeit im Rahmen von Lehrleistungen wie zum Beispiel die Begleitung von Studierenden als Coach und die Weiterentwicklung der Freiform stehen finanzielle Ressourcen aus dem Bachelor-Studium zur Verfügung. Werden Fälle aus der eigenen Praxis in die Fallwerkstatt eingebracht, gehen wir von einem Benefit für alle Beteiligten aus. Bei den Bündnissen sind die finanziellen, personalen und zeitlichen Ressourcen jeweils zu verhandeln. Praxisphasen können ähnlich wie im aktuellen Bachelor gestaltet werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit diese neu in experimenteller Form zu erproben. Im Kontext dieser neuen Formen der Praxisausbildung werden wir die Bedingungen gemeinsam aushandeln.

Engagement als individuelle Fachperson

Einzelpersonen aus der Praxis begleiten Studierende als Coaches im Portfolio oder wirken im Ermöglichungsraum mit. Beim Start der Pilotstudienform im Herbst 2019 favorisieren wir diejenigen Personen, welche bereits Mitentwickler*innen der Freiform sind. Wenn Sie sich als Fachperson in der Lehre und in der Weiterentwicklung der Studienform engagieren, werden Sie mit finanziellen Ressourcen aus dem Bachelor-Studium entlöhnt.

Die wichtigsten Fragen zur Freiform haben wir nachstehend beantwortet. Wenn Ihr Interesse geweckt ist oder Sie noch weitere Fragen haben, besuchen Sie uns am nächsten Marktplatz oder nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.

Wie kann ich als Coach aus der Praxis mitwirken?

Zum Start der Pilotstudienform im Herbstsemester 2019 ist es wünschenswert, dass sich die Coaches bereits im Projekt zur Entwicklung der Freiform engagiert haben, es ist aber nicht zwingend erforderlich. Folgende Anforderungen erwarten wir:

Als Coach aus der Praxis verfügen Sie über mehrjährige Praxiserfahrung in mindestens einem Handlungsfeld der Sozialen Arbeit und haben ihre berufliche Identität als Professionelle der Sozialen Arbeit gefestigt.

Sie verfügen über ein generalistisches Bild von Sozialer Arbeit und haben einen guten Überblick über die Wissensgrundlagen und die Praxisfelder der Sozialen Arbeit.

Sie bringen Erfahrung in der Begleitung von Studierenden mit, zum Beispiel aus der Praxisausbildung, aus Coachings, der Supervision oder Lehre.

Sie können einen Bachelorabschluss (oder einen anderen Hochschulabschluss) in Sozialer Arbeit nachweisen.

Wie kann ich mich in der Fallwerkstatt engagieren?

Verantwortlich für die Organisation der Fallwerkstätten ist ein Dreierteam. Dieses setzt sich aus einer Fachperson aus der Praxis, einer Fachperson aus der Hochschule und mindestens einem Student oder einer Studentin zusammen. Die Verantwortung für die Koordination dieses Teams liegt bei der Fachperson aus der Praxis. Diese Koordinationstätigkeit wird entlöhnt.

Sie bringen Fälle in die Fallwerkstatt ein. Da wir dabei von einer win-win-Situation für die Fallbringenden ausgehen, wird dies nicht entlöhnt.

Wie gestalte ich die Community mit?

In der Freiform-Community soll der Studienbetrieb möglichst selbstgesteuert organisiert werden. Zur Community zählen im engeren Sinn die Kooperationspartner aus der Praxis, die Verantwortlichen aus der Hochschule, die kontinuierlich eng Mitwirkenden in den diversen Angeboten im Ermöglichungsraum sowie die Studierenden. Innerhalb der Freiform werden neue Formen der Zusammenarbeit und der Steuerung erprobt und mit den Community-Mitgliedern umgesetzt. Community-Mitglieder beteiligen sich innerhalb der Freiform an Steuerungsaufgaben, welche netzwerkartig verbunden werden. Je nach Bedarf werden diese Organisationsstrukturen wieder angepasst und verändert.

Wie kann ich mich als Fachperson aus der Praxis in Bündnissen engagieren?

In der Freiform sind vielfältige Formen von Bündnissen möglich. Als Community-Mitglied schaffen Sie aus Ihrer Organisation heraus mögliche Lerngelegenheiten, bringen Entwicklungsaufgaben, herausfordernde Themen und aktuelle Fragestellungen ein, welche dann in Bündnissen gemeinsam bearbeitet werden. Für die Wissenserweiterung sowie die Begleitung oder Einführung der Studierenden stehen finanzielle Ressourcen aus dem Bachelor-Studium bereit. Für die gemeinsame Bearbeitung der Aufgaben sind weitere Ressourcen zu generieren.

Was passiert am Jahresworkshop?

Am Jahresworkshops besteht die Möglichkeit, sich vertieft mit einem Thema innerhalb der Community auseinanderzusetzen. Zudem wird am Jahresworkshop die konkrete Jahresplanung für die Steuerung und Schwerpunktsetzung des nächsten Jahres unter Beteiligung aller Akteur*innengruppen vorgenommen.